Stapelfasergarne konkurrieren im Veloursteppichbereich mit BCF-Filamentgarnen. Beim Einsatz von BCF-Garnen für einfarbige Artikel besteht immer die Gefahr, dass in der Ware nach dem Färben Längsstreifen auftreten und die Ware B-Qualität oder Ausschuss ist. Durch den Einsatz von Spinnfasergarnen kann dieses Produktionsrisiko je nach Artikel deutlich reduziert bzw. vermieden werden. Gegenüber dem BCF-Garn sind die Herstellungskosten für Stapelfasergarne, die nach dem Halbkammgarnverfahren hergestellt werden, ca. 30 % höher. Dieser Mehrpreis limitiert bislang den Einsatz von Stapelfasergarnen für hochwertige Produkte. Eine Reduzierung der Herstellungskosten von Stapelfasergarnen könnte durch den Einsatz eines hochproduktiven Spinnverfahrens - des Air-Jet-Spinnens - erreicht werden.
Das Ziel des Vorhabens besteht in der Erforschung des Air-Jet-Spinnens für Teppichgarne und der Erprobung der Lauf-, Gebrauchs- und Anfärbeeigenschaften dieser Garne für unterschiedliche Teppichkonstruktionen.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) / Denkendorf durchgeführt. ITV ist verantwortlich für die Erforschung und Entwicklung der neuen Spinnnverfahren.
(Forschungsprojekt des Forschungskuratoriums Textil, gefördert über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: IGF 16883 N2)
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am 28. und 29. November 2013 in Aachen